Ostsee - SKS-Ausbildungstörn (19.09.-02.10. 2014)

Route: Greifswald - Gager - Dziwnow - Kolobrzeg - S'winoujs'cie - Trzebiez. - Rankwitz - Wolgast - Stahlbrode - Stralsund - Wieck - Greifswald
 
Die Crew: Eckhard S. (Skipper),  Detlef P. (Co-Skipper u. Autor), Sven B., Alexios C., Jens G. , Arjuna N.
 
Das Schiff:  SY-Starlight (Vercharterer Ecosail)
(Für die Schiffsbeschreibung auf den Namen Klicken)

Die Reise beginnt am 19.09.2014 in Wuppertal. Das Auto, ein VW-Bus T5, steht um 18:00 zur Abfahrt für die Anreise bereit.  
Nach 650km Fahrt erreicht die Crew den Yachthafen in Greifswald gegen 01:30 und bezieht die Kojen an Bord der Starlight.  
Am nächsten Morgen, am 20.09.2014, steht ein umfangreiches Programm an, das bis zum Auslaufen erledigt werden muss. Aufstehen um 08:00, einkaufen und Rückgabe des Leihwagens, Bootsübergabe, Sicherheitseinweisung. Der weitere Terminplan wird von den Öffnungszeiten der Klappbrücke in Wieck diktiert. Sie wird um 15:00 passiert. Damit beginnt der SKS Ausbildungstörn. sy-starlight marina kolberg

Es erwartet uns eine leichte Brise aus nördlichen Richtungen von 3 - 4Bft.  An der Ansteuerungstonne Greifswald werden nach Motorfahrt die Segel gesetzt, Ziel: Gager auf Rügen. Auf einem Kurs von 20-49° wird bis 17:45 gesegelt und mit dem Motor durch das Fahrwasser Gager um 18:40 erreicht. Auf Empfehlung des Hafenmeisters wird zum Abendessen die Gaststätte ‚Fröhlich‘ angesteuert. Dort gibt es für jeden etwas, reichlich und bürgerlich. Vor dem Schlafengehen Duschen im einfachen Sanitärcontainer des Yachthafens. Für den morgigen Tag, den 21.09.2014, ist die Weiterreise nach Dziwnow (Dievenow) in Polen geplant. Dort sollen dann auch die Bestände an Bier und Lebensmitteln ergänzt werden.

Nach Frühstück und Toilette Auslaufen Gager um 10:25, Abfahren Tonnenstrich und setzen von Groß und Rollfock. Das Wetter zeigt sich nicht gerade einladend. Es ist regnerisch und schauert zeitweise. Im Bereich der Tonne Landtief West in das Fahrwasser nach Greifswald eingelaufen und es bei der Tonne L6 mit Kurs 95° verlassen. Vorbei geht es an der Greifswalder Oie mit 6,2 Knoten Fahrt unter nordwestlichem Wind der Stärke 4 Bft. Der Bullenstander  verhindert ein Umschlagen des Großbaumes bei einem späteren Kurs von 115°. Es geht zügig in Richtung Dziwnow. Um 13:30 kommt in stehender Peilung auf der Position 54°14,7’N, 014°04,8’E eine Autofähre der TT-Line, die "Robin Hood", in Sicht. Der Abstand verringert sich und die ausweichpflichtige Autofähre macht keine Anstalten zur Kursänderung oder Fahrtminderung um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Diese Situation zwingt uns als Kurshalter rechtzeitig zu reagieren um eine Kollision zu vermeiden. Wir shiften die Rollfock und weichen nach Backbord aus um die Autofähre passieren zu lassen. Um 17:40 stehen wir vor der Mündung des Flusses Dziwna in die wir einlaufen müssen, um nach Dziwnow zu gelangen. Beim Bergen des Groß stellen wir zu unserem Erschrecken fest, dass es im oberen Drittel horizontal durchreißt. Wir laufen in die Dziwna ein melden uns über Funk bei Dziwnow Port Control auf Kanal 10 an. Wir erfahren, dass der ehemalige Fischereihafen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und der neue Yachthafen nur Bootslängen bis ca.12m erlaubt. Man verweist uns deshalb  an den Stadthafen der flußaufwärts  hinter der Klappbrücke an der Dziwna liegt. Dort legen wir nach Passieren der Klappbrücke um 18:35 an. Allerdings ist unsere Verweildauer nur kurz, weil ein Fischerboot den Liegeplatz beansprucht. Wir müssen dochnoch  in den neuen Yachthafen verholen. Dort sind wir endgültig um 20:15 fest.

Am kommenden Tag, dem 22.9.2014, kümmern wir uns nach dem Frühstück zunächst um die Reparatur des zerrissenen Groß. Wir fragen den Hafenmeister nach einem Segelmacher in der Nähe. Fehlanzeige. Er kann uns lediglich einen Amateurreparateur präsentieren der das Segel ggf. kleben aber nicht nähen kann. Er empfahl uns, das Segel in Stettin bei der Segelmacherei AST SAILS in Stettin (Adresse siehe unten) fachmännisch reparieren zu lassen. Wir entschließen uns, nach Rücksprache mit dem Vercharterer, mit dem Segelmacher in Stettin Kontakt aufzunehmen. Eine deutschsprechende Dame verspricht uns eine schnelle Reparatur unter der Voraussetzung, dass wir das Segel sofort vorbeibringen. Also wird  das Segel abgeschlagen und ein Taxi organisiert das uns und das Segel in das 100km entfernte Stettin bringt. Um 14:00 wird es abgeliefert. Der Taxifahrer, ein älterer Herr, wartet dann eine Stunde lang bis die Reparatur beendet ist. Weitere Schwachstellen im Segel werden per Foto dokumentiert. Der Segelmacher schätzt das Alter des Segels auf ca. 10 Jahre. Nach Rückkehr in Dziwnow wird in einer Regenpause, am Nachmittag,  aufgetucht und man beschließt, am nächsten Tag nach Kolobrzeg (Kolberg) weiterzulaufen.
Die Reparaturkosten belaufen sich auf 90€, die Taxikosten incl. Trinkgeld auf 320,- Zloty (ca. 80€).
hafeneinfahrt kolberg
Der nächste Tag, der 23.09.2014, beschert uns unter bedecktem Himmel 4-5 Bft. aus Nord. Im Hafen wird das 1. Reff in das Groß gelegt. Ablegen um 10:00 und Abmelden  bei Dziwnow Port Control. In der Hafeneinfahrt erwartet uns eine hohe Welle die auch weiterhin nach Setzen des Groß und einer teilweise ausgerollten Fock das Segeln ungemütlich macht. Wir passieren den Leuchtturm Horst gegen 12:30 und den Ort Ostdeep querab um 13:30. Wir können das Sperrgebiet 12 an diesem Tag durchlaufen und befinden uns um 15:00 vor dem Hafen von Kolberg. Beim Bergen der Segel müssen wir einem Frachtschiff, das vor der Hafeneinfahrt kreuzt, mit einem Manöver unter Motor ausweichen. wellenbrecher kolbergWir melden uns über Kolberg Port Control, Kanal 12, an und machen um 15:55 in der Marina Solna fest. Kolberg liegt an der Mündung des Flusses Persante.  Abends, bei ein wenig Sonnenschein, besichtigen wir die Stadt und genießen den Sonnenuntergang an der Hafeneinfahrt.
Für den nächsten Tag ist geplant, nach Bornholm weiterzulaufen was jedoch wegen der zu erwartenden Windvoraussagen für die kommenden Tage verworfen werden musste. Für die kommenden Tage waren Winde aus südwestlichen Richtungen vorhergesagt. Wir beschließen deshalb schweren Herzens wieder in den Seebereich von Rügen zurückzukehren, zumal dort in geschütztem Wasser prüfungsrelevante Manöver einfacher zu üben sind. Sorge bereitet am Abend die Bordheizung. Beim Hochfahren vernebeln Abgase den Innenraum und die Heizung muss abgestellt werden.
holzskulptur in kolberg
Am 24.09.2014 geht es wieder zurück nach Westen, Ziel: Świnoujście (Swinemünde).    
Der Morgen zeigt sich zunächst mit einem blauen Himmel, wird aber dann grau, zeitweise fällt Regen. Vor dem Ablegen beim Hafenmeister  noch schnell eine Wassermarke gekauft, Wasser übernommen und abgelegt. Den Ableger fährt Sven ohne Probleme nach Freigabe zum Auslaufen durch Port Control Kolberg auf Kanal 12. Um 10:40 Segel gesetzt und das 1.Reff ausgeschüttet. Es kann ein Kurs von 250-260° mit SSW hoch am Wind gefahren werden. Dabei werden max. 8kn FdW erreicht. Diese Höhe reicht allerdings nicht um in die Nähe der Hafeneinfahrt von Swinemünde zu gelangen. Dass Fahrwasser nach Swinemünde wird um 17:45 an den Tonnen L7/8 erreicht. Nach Bergen der Segel Einlaufen unter Motor in das Fahrwasser Richtung Swinemünde mit Gegenwind. Es kommen 2 Fähren von achtern auf, denen im engen Fahrwasser ausgewichen werden muss. Fest im Yachthafen um 20:10. Das Duschen am Abend in den Toilettenanlagen ist gewöhnungsbedürftig. An Bord vernebeln wieder Abgase der Heizung den Innenraum. Unterwegs fällt zeitweise der Kartenplotter aus und vor dem Schlafengehen wird Nässe auf der Vorschiffs- und Stockbettkoje entdeckt.

Heute, am  25.09.2014, Einfahren in die Swine und den Kaiserkanal Richtung Stettin mit  dem Ziel, einen Hafen im Stettiner Haff anzulaufen. Doch zunächst geht es im Hafen um An-und  Ablegemanöver,  eindampfen in die Vorspring und Wenden auf kleinstem Raum.  Im Motor werden nach Kontrolle 1/2l Öl nachgefüllt.
Bei westlichem Wind Einfahrt um 16:10 ins Haff  und Setzen der  teilweise eingerollten Fock. Der Wind bläst aus West mit ca. 6 Bft und es geht mit 7kn FdW gut voran. Es wird entschieden, den Hafen Trzebież (Ziegenort)  anzulaufen. Das Fahrwasser nach Stettin wird an der Tonne Brama Torowa 3 verlassen um in das abzweigende Fahrwasser nach Ziegenort mit Kurs 150° einzulaufen. Die kleinen unbefeuerten Tonnen sind schlecht auszumachen. Um 18:10 fest in Ziegenort. Der damalige Ortsname Zegenhort ist abgeleitet von dem Wort Zege einer in früheren Zeiten häufig vorkommenden Fischart im Haff.  Der Hafen wirkt ein wenig verträumt. Das Wasser scheint von Fischen zu wimmeln. An Land sind viele Fischerkähne fest gemacht. Brikettgeruch liegt um die teilweise heruntergekommenen Häuser in der Luft. Sämtliche Restaurants, auch das Hotel im Ort, sind zum Saisonende geschlossen. Also muss an Bord gekocht werden. Zum Apfelpfannkuchen gibt es Bier und theoretischen Unterricht.
Sehenswert im Dorf sind das Kirchengebäude aus dem 18. Jahrhundert, das Pfarrhaus und das Kapitänshaus.

Nächstes Reiseziel ist Rankwitz am Peenestrom. Um 09:30 wird am 26.09.2014 in Ziegenort  abgelegt und um10:20 bei der Tonne Brama Torowa 2 Fock und Groß gesetzt. Der Himmel ist grau und verhangen. Regenwolken fliegen tief, es ist ein wenig diesig bei leichtem Wind aus westlichen Richtungen  von ca. 2 Bft. Es steuert ein kleines Boot auf uns zu das sich bei Annäherung als Grenzschutzboot entpuppt. Wir werden nach unserem Ziel und der Personenzahl an Bord befragt. Dann dreht das Boot ab. Es geht hoch am Wind mit Kurs 290° weiter in das Kleine Haff. Später muss aufgekreuzt werden. Um 11:30 wird die Tonne TW2 passiert, danach die Tonne ‚Haff‘. Die Deutsch-polnische Grenze wird um 12:00 überquert. Um 14:40 werden in der Nähe der Tonne H1die Segel geborgen und es geht mit dem Motor weiter in die Bockrinne und den Peenestrom bis vor die Zecheriner  Brücke auf deren Öffnung bis 16:45 vor Anker gewartet werden muss. Weiterfahrt nach Brückenpassage bis Rankwitz, unserem Tagesziel. Im Alten Fährhaus wird zu Abend gegessen, die Duschen dienen der Erfrischung. Für das Frühstück am nächsten Tag werden frische Brötchen bestellt. Die Liegegebühren betrage 1€/lfdm Bootslänge. Das Duschen ist extra zu bezahlen.

Am nächsten Tag, dem 27.09.2014, soll es weiter nach Wolgast gehen. petrikirche wolgastDer Tag erwacht klar und sonnig unter blauem Himmel mit ca. 2-3 Bft. Wind aus WSW. In Hafennähe werden die Segel gesetzt. Manövertraining ab 10:30 im Bereich der Tonne PE76 das um 12:25 beendet ist. Danach Bergen der Segel an der Tonne PE 72 und Weiterfahrt im engen Fahrwasser nach Wolgast. Das Warten auf das Öffnen der Klappbrücke (Blaues Wunder genannt) wird durch einen Gang zur Marina auf dem Werftgelände der Firma Horn, nördlich der Klappbrücke gelegen, verkürzt. marktplatz wolgastDie Innenstadt ist stilvoll saniert.

Die im gotischen Stil errichtete Petrikirche wird  besichtigt und der Turm, Höhe 50m, bestiegen. Von dort bietet sich ein guter Überblick über die Stadt. Auffallend ist das historische Rathaus am Marktplatz, der Brunnen der auf zwölf Bildern die Geschichte von Wolgast zeigt und die Fachwerkhäuser die als Hintergrund zu einem Mannschaftsfoto einladen. crew wolgastAbends wird noch eine Einkaufsliste abgearbeitet. Am nächsten Morgen Duschen auf dem Werftgelände. Eine Toilettenanlage und 4 Duschkabinen sind vorhanden. Eine Wertmarke zum Duschen kann für € 1,50 erworben werden. Das Wasser für die Bordtanks ist frei. Das nächste Ziel soll Stahlbrode werden.  
 
Ablegen am 28.09.2014 im Yachthafen Wolgast und Einlaufen in den Peenestrom unter Motor mit Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen.. Betonnungswechsel nach Tonne PN47 und bei TonneKR2. Es geht vorbei an der Marina Köslin und Peenemünde. Der Himmel erscheint am Nachmittag bedeckt und es geht mit W-Wind, ca. 3 Bft., durch die Knaakrückenrinne. Eine leichte Grundberührung um 12:10 zwischen Tonne 8 und 10 erinnert an die Enge des Fahrwassers.  Im freien Wasser werden um 12:45 an der Tonne 30 Segel gesetzt, Kurs 310°. Im Bereich der Tonne ‚Vilm‘  wird ab 13:00 wieder ein Manövertraining durchgeführt, ‘Mann über Bord‘ und Beiliegen. Um 17:10 wird der Motor gestartet und mit Kurs 330° in den Strelasund, Richtung Stahlbrode, eingelaufen. Es beginnt bei bedecktem Himmel früh dunkel zu werden.Die Positionslaternen werden um 17:55 eingeschaltet. Das Wasser ist glatt und Richtfeuer geleiten uns durch das Fahrwasser. Auf Gegenkurs kommt ein Trimaran entgegen der trotz wenig Wind eine gute Fahrt macht. Die Crew bereitet das Abendessen vor. Wir erreichen den Hafen Stahlbrode um 18:30. Der Yachthafen wird zurzeit im Bereich des Fähranlegers mit einer neuen Spundwand befestigt sodass die Liegeplätze für die Yachten zur Zeit an die gegenüberliegende Pier verlegt sind. Ab 2015 sollen die Yachtliegeplätze unter kommunale Verwaltung gestellt werden. Das Restaurant ‚Fährhaus‘ erscheint verwaist. Am neuen Yachtanleger haben sich der Räucherfischverkauf und ein Bierstand etabliert. Für Morgen, den 29.9.2014, ist wegen der Brückenöffnungszeit in Stralsund frühes Aufstehen geplant.

fischer im strelasundUm die Öffnungszeit der Brücke um 08:15 zu erreichen wird Stahlbrode um 06:15 verlassen. Die Richtfeuer im Strelasund sind  wegen des morgendlichen Dunstes nur schemenhaft auszumachen. Zeitweise muss deshalb mit dem Kompass gearbeitet werden. Langsam erwacht der neue Tag und die Sonne schiebt sich durch die dunklen Wolken. Ein Fotomotiv, das aufgenommen wurde. an deck im strelasundVor der Ziegelgrabenbrücke in Stralsund muss bei Nieselregen auf die Passage gewartet werden. Festmachen in der Citymarina gegen 08:45 und gefrühstückt. Anschließend noch einmal Erklärung der Fachbegriffe des stehenden und laufenden Gutes an Bord sowie der Kompßrose. Nachmittags, bei Winstille, Besichtigung von Stadt und Ozeaneum. Die Nicolaikirche, das Stralsunder Rathaus, der Artushof, das Wulflamhaus  und das Commandantenhus am Alten Markt bieten einen Überblick über die architektonische Geschichte der Stadt.

Im Hafen liegt die Bark Gorch Fock I, Baujahr 1933, die am 30. April1945 im Strelasund versenkt wird. Im Juni 1947 wird sie gehoben und 1951 unter dem Namen Tovarishsh als Segelschulschiff der sowjetischen Marine in Dienst gestellt. Nach Auflösung der Sowjetunion geht das Schiff 1991 in das Eigentum der Ukraine über und wird 1993 wegen Geldmangel außer Dienst gestellt. 1995 wollen private Sponsoren das Schiff, das in Newcastle upon Tyne liegt, reparieren, was jedoch an den hohen Kosten scheitert. 1999 dient es als Flaggschiff bei der Expo 2000 in Wilhelmshaven und wird 2003 vom Verein „Tall-Ship Friends“ vom ukrainischen Bildungsministerium gekauft und nach Stralsund gebracht. Seitdem wartet es dort auf seine Wiederinfahrtsetzung und kann im Hafen besichtigt werden. crew gorch fock i stralsundAbendessen in einem Lokal gegenüber des Rathauses und nach theoretischem Unterricht an Bord schlafen gehen.  
Morgen, am 30.09.2014, sollen den ganzen Tag Manöver gefahren werden. Der Tag beginnt trüb. Es ist diesig mit Nieselregen und Flaute.  Ablegen um 09:50, Üben von An-und Ablegen sowie MOB mit Maschine. Um 12:00 zur Theorieausbildung angelegt, dann erneutes Manövertraining von 15:40 bis 17:00. Abends Fotos vom defekten Auspuff der Bordheizung gemacht.

Am nächsten Tag, dem 01.10.2014, ist die Prüfung für 09:00 angesetzt. Die Prüfer erscheinen pünktlich im Nebel und bei Flaute. Unter diesen Umständen vertagt man sich einvernehmlich auf 13:00 als neuen Prüfungstermin, vorausgesetzt, es lichtet sich der Nebel und es geht bis dahin ein wenig Wind. Beides stellt sich ein. Es werden alle Prüfungsmanöver gefahren und die Theoriekenntnisse der Prüflinge abgefragt. Im Ergebnis bestehen alle die Prüfung.
Leider konnte wegen des späten Prüfungstermins die Brücke in Stralsund erst um 17:15 passiert und dann die Fahrt nach Wieck aufgenommen werden. Es herrscht Windstille, sodass unter Maschine gefahren werden muss, Marschfahrt ca. 7 kn bei spiegelglatter See und  Mondschein sowie leichtem Dunst.  An der Ansteuerungstonne  Greifswald muss einem Fluss Kreuzfahrtschiff, das in stehender Peilung aufkommt, ausgewichen werden. Um 21:00 fest in Wieck. Passieren der Brücke am nächsten Tag, dem 02.10.2014, um 09:00 und fest in Greifswald, nach dem Tanken von Diesel, um10:05. Anschließend Ausräumen des Bootes, Bootsübergabe und Rückreise mit zwei Leihwagen nach Wuppertal.

Durch die Kreuzer-Abteilung des Deutschen Seglerverbandes e.V. wurde der Crew für diesen Törn die bronzene Medaille für besondere Leistungen im Fahrtensegeln verliehen. Der Preis wurde am 21.03.2015 in Berlin durch die beiden Skipper Eckhard und Detlef in Empfang genommen.fahrtenseglerpreis 2014 medaille

 

Zusammenfassung
Besuchte Häfen und Etmale     sm
Greifswald – Gager                      20
Gager – Dziwnow                        51
Dziwnow – Kolobrzeg                  33
Kolobrzeg – Świnoujście              64
Świnoujście -  Trzebież                26
Trzebież – Rankwitz                    44    
Rankwitz – Wolgast                     23
Wolgast – Stahlbrode                  37
Stahlbrode – Stralsund                13
Manöver in Stralsund                     7
Stralsund – Wieck                        25
Wieck – Greifswald                         2
Gesamtsumme:                        345 sm
 
Motorstunden:                          35,5
Dieselverbrauch:                       84 Liter
 
Segelmacherei in Stettin: AST Sails s.c. Anna Kaźmierczak, Tadeusz Kiszka PL 70-800 Szczecin    ul. Przestrzenna 9 tel. +48 91 4612929, + 48 602500340,    fax. +48 91 461 33 93